Bibtex export

 

@book{ Kohnert2024,
 title = {Navigating Rivalries: Prospects for Coexistence between ECOWAS and AES in West Africa},
 author = {Kohnert, Dirk},
 year = {2024},
 pages = {19},
 address = {Hamburg},
 urn = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-95436-7},
 abstract = {The Alliance of Sahel States (AES), created in September 2023 by the three military governments of Mali, Niger and Burkina Faso as a counterweight to ECOWAS and the postcolonial influence of France and other Western countries, announced the creation of a confederation of its three countries in July 2024. The AES have more in common than the other countries of the Sahel. First, they are the centre of the Sahel and most vulnerable to jihadism. They figure among the least developed countries, with 40% to 50% of the population living in poverty. They are also landlocked countries with vast desert areas, making them more vulnerable to climate change. Finally, they are the countries with the highest population growth in the Sahel, with an average of six children per woman. The creation of the AES came amid a decade of escalating unrest in the Sahel, fuelled by the aftermath of the NATO-led intervention in Libya in 2011. The resulting instability caused rampant arms trafficking and the rise of armed groups linked to al-Qaeda and the Islamic State. The Sahel region accounts for a staggering 43% of global terrorist deaths, more than South Asia, the Middle East and North Africa combined. AES counterinsurgency operations will focus on the Liptako-Gourma region, the vast and porous border area where the three states meet, a borderland notorious for its instability. Previous leaders have often put French interests ahead of those of their own people, allowing the continued exploitation of the region's natural resources, including uranium, gold and manganese, without much benefit to the local population. In the face of critical comments from the AU about the AES countries' exit from ECOWAS, the former rejected any interference in their internal affairs. The AES confederation will expand the operational space of the junta alliance and consolidate its military and economic partnership with Russia and China, as well as Turkey and Iran. However, the AES secession undermines the legitimacy of ECOWAS by hindering regional economic and security integration and further complicating the return to democratization. The confederation will seek to absorb new members such as Chad, Guinea and Sudan to further strengthen its power and legitimacy as an alternative regional bloc. However, a divided Sahel will make tackling regional challenges even more difficult. If the AES were to replace the CFA franc with its own currency, as announced, and other Francophone countries in the UEMOA were to follow suit, this would require a fundamental restructuring of both the UEMOA and ECOWAS and finally also call into question the introduction of the ECO, the common West African currency, envisaged for 2027.Die Allianz der Sahelstaaten (AES), die im September 2023 von den drei Militärregierungen Malis, Nigers und Burkina Fasos als Gegengewicht zur ECOWAS und dem postkolonialen Einfluss Frankreichs und anderer westlicher Länder gegründet wurde, kündigte im Juli 2024 die Gründung einer Konföderation ihrer drei Länder an. Die AES haben mehr gemeinsam als die anderen Länder der Sahelzone. Erstens sind sie das Zentrum des Sahel und am anfälligsten für Dschihadismus. Sie gehören zu den am wenigsten entwickelten Ländern, wobei 40% bis 50 % der Bevölkerung in Armut leben. Außerdem sind sie Binnenländer mit riesigen Wüstengebieten, was sie anfälliger für den Klimawandel macht. Schließlich sind sie die Länder mit dem höchsten Bevölkerungswachstum in der Sahelzone, mit durchschnittlich sechs Kindern pro Frau. Die Gründung der AES erfolgte inmitten eines Jahrzehnts eskalierender Unruhen im Sahel, die durch die Nachwirkungen der NATO-geführten Intervention in Libyen im Jahr 2011 angeheizt wurden. Die daraus resultierende Instabilität hat zu einem grassierenden Waffenhandel und dem Aufstieg bewaffneter Gruppen geführt, die mit al-Qaida und dem Islamischen Staat in Verbindung stehen. Die Sahelzone ist für erschreckende 43 % der weltweiten Todesfälle durch Terroristen verantwortlich, mehr als in Südasien, der Nahe Osten und Nordafrika zusammen. Die Aufstandsbekämpfungsoperationen der AES werden sich auf die Liptako-Gourma Region konzentrieren, das riesige und durchlässige Grenzgebiet, in dem die drei Staaten aufeinandertreffen, ein Grenzland, das für seine Instabilität berüchtigt ist. Frühere Staatschefs haben die französischen Interessen oft denen ihres eigenen Volkes vorgezogen und die fortgesetzte Ausbeutung der natürlichen Ressourcen der Region, darunter Uran, Gold und Mangan, ermöglicht, ohne dass die lokale Bevölkerung davon viel profitiert hätte. Angesichts kritischer Äußerungen der AU über den Austritt der AES-Länder aus der ECOWAS verbaten sich erstere jede Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten. Die Konföderation der AES wird den operativen Spielraum des Bündnisses der Juntas erweitern und ihre militärische und wirtschaftliche Partnerschaft mit Russland und China sowie der Türkei und dem Iran festigen. Die Abspaltung der AES untergräbt allerdings die Legitimität der ECOWAS, indem sie die regionale Wirtschafts- und Sicherheitsintegration behindert und die Rückkehr zur Demokratisierung weiter erschwert. Die AES wird versuchen, neue Mitglieder wie den Tschad, Guinea und den Sudan aufzunehmen, um ihre Macht und Legitimität als alternativer regionaler Block weiter zu stärken. Eine geteilte Sahelzone wird die Bewältigung regionaler Herausforderungen jedoch noch schwieriger machen. Wenn die AES wie angekündigt, den Franc CFA durch eine eigene Währung ersetzt, und dem andere frankophone Länder der UEMOA folgen würden, würde das eine grundlegende Umstrukturierung sowohl der UEMOA als auch der ECOWAS erfordern und schließlich auch die für 2027 geplante Einführung des ECO, der neuen gemeinsamen westafrikanischen Währung, wieder in Frage stellen.},
 keywords = {Afrika südlich der Sahara; Africa South of the Sahara; Militärdiktatur; military dictatorship; Nationalismus; nationalism; regionale Integration; regional integration; Separatismus; separatism; nachhaltige Entwicklung; sustainable development; bilaterale Beziehungen; bilateral relations; internationale Beziehungen; international relations; Westafrika; West Africa; Sahel-Zone; Sahel Region; Entwicklungsland; developing country; Mali; Mali; Niger; Niger; Burkina Faso; Burkina Faso}}